Schritt 1: Wohnung sichern und Zugang klären
Bevor Sie mit irgendetwas beginnen, sollten Sie den Zugang zur Wohnung rechtlich absichern. Als Erbe haben Sie das Recht, die Wohnung zu betreten – aber Sie benötigen in der Regel einen Erbschein oder zumindest ein Testament, das Ihnen gegenüber dem Vermieter als Nachweis dient.
Informieren Sie den Vermieter oder die Hausverwaltung so früh wie möglich über den Todesfall und teilen Sie mit, bis wann die Wohnung geräumt wird. Laufende Miete läuft weiter – jeder Monat ohne Kündigung kostet Geld.
Der Mietvertrag läuft nach dem Tod des Mieters weiter. Die gesetzliche Kündigungsfrist für Erben beträgt drei Monate zum Monatsende – zu kündigen ab dem nächsten Werktag nach dem Todesfall. Je früher die Kündigung rausgeht, desto weniger Miete zahlen Sie unnötig.
Schritt 2: Wertgegenstände sichern und dokumentieren
Bevor etwas aus der Wohnung entfernt wird, sollten alle Wertgegenstände inventarisiert werden. Das ist besonders wichtig, wenn mehrere Erben vorhanden sind oder ein Nachlassverfahren läuft.
Gehen Sie systematisch vor: Jedes Zimmer fotografieren, Bargeld, Schmuck, Sparbücher, Versicherungspolicen und Dokumente gesondert sicherstellen. Wenn Sie eine professionelle Nachlassräumungsfirma beauftragen, sorgen Sie dafür, dass diese ein rechtssicheres Wertprotokoll erstellt – eine schriftliche, unterschriebene Aufstellung aller gefundenen Wertgegenstände.
Bei jeder Nachlassräumung durch TL Objektservice in Köln erstellen wir standardmäßig ein Wertprotokoll. Bargeld, Schmuck und wichtige Dokumente werden fotografiert, inventarisiert und versiegelt übergeben. Das Protokoll wird beidseitig unterzeichnet – für Erbschaftsverfahren und Nachlassanwälte geeignet.
Schritt 3: Persönliche Erinnerungsstücke bewahren
Fotos, Briefe, Tagebücher – solche Dinge haben keinen materiellen Wert, aber einen enormen emotionalen. Nehmen Sie sich Zeit, diese Dinge zu sichten, bevor die Wohnung geräumt wird. Bei einer professionellen Räumung sollten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass persönliche Erinnerungsstücke gesammelt werden sollen.
Checkliste: Was Sie persönlich sichern sollten
Schritt 4: Was bleibt, was kommt weg?
Nicht jedes Möbelstück aus der Wohnung des Verstorbenen muss entsorgt werden. Überlegen Sie gemeinsam mit der Familie, welche Stücke erhalten bleiben sollen:
- Möbel und Einrichtung übernehmen: Was hat emotionalen oder praktischen Wert für die Erben?
- Spenden: Brauchbare Möbel, Kleidung und Haushaltsgegenstände können an Sozialkaufhäuser oder gemeinnützige Einrichtungen gehen.
- Verkauf: Antiquitäten, Kunstgegenstände oder Sammlerstücke können über Auktionshäuser oder Kleinanzeigen verkauft werden.
- Entsorgung: Was nicht mehr verwendbar ist, muss fachgerecht entsorgt werden.
Schritt 5: Professionelle Nachlassräumung beauftragen
Für die meisten Erben ist es wenig sinnvoll, die Wohnung selbst zu räumen. Der Zeitaufwand ist enorm, emotionale Belastung kommt hinzu – und der Stress der Organisation fällt in eine ohnehin schwere Zeit.
Eine professionelle Nachlassräumungsfirma in Köln übernimmt:
- Vollständige Räumung aller Räume
- Sicherung und Protokollierung von Wertgegenständen
- Gedächtnis-Rettungsdienst (Suche nach Fotos und Erinnerungsstücken)
- Spende oder Entsorgung des Hausrats
- Endreinigung und besenreine Übergabe
Komplette Checkliste: Nachlassräumung von A bis Z
Was kostet eine Nachlassräumung in Köln?
Die Kosten hängen stark von der Größe der Wohnung, dem Stockwerk, der Menge der Gegenstände und den Entsorgungskosten ab. Enthält der Nachlass verwertbare Möbel oder Gegenstände, kann deren Wert die Räumungskosten erheblich reduzieren – manchmal sogar komplett decken.
Grundsätzlich gilt: Kein seriöser Anbieter gibt per Telefon einen Festpreis. Eine kostenlose Besichtigung vor Ort ist immer der erste Schritt. Lassen Sie sich kein Angebot ohne Vor-Ort-Termin machen.
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